Sudan Jackson (People Manager, REWE Digital)

Interview - Sudan Jackson, Manager Organisational & Cultural Development

Digital Workplace

Sudan Martin Jackson - Manager Organisational & Cultural Development

Was sind die derzeit spannendsten Entwicklungen bei der Digitalisierung?

Ganz kurz: alle. Wir leben bereits in einer digitalisierten Welt in der Innovationen an der Tagesordnung sind und wo unsere Devices uns alle Informationen liefern die wir haben wollen - und das ohne Aufwand, ohne Wartezeit und in einer Fülle die uns genug Auswahl bietet.

Das bedeutet, dass wir in der Arbeitswelt andere Wege gehen müssen als wir es traditionellerweise kennen. Für mich gibt es die spannendsten Entwicklungen bei Unternehmen die wissen: egal welche Methodik wir für die Zusammenarbeit in unseren Teams wählen, eines stellen wir fest: das Bedürfnis nach menschlicher Nähe! 

Wir arbeiten in agilen Umgebungen nicht nur „in der Kiste“, sondern viel mehr mit einander. Beispiel REWE Digital: wir sind ein digitales Unternehmen, aber unsere Arbeit geschieht zum allergrößten Teil nicht im Rechner, sondern durch menschliche Interaktionen und durch viel mehr Handgeschriebenes als man zunächst vermuten würde.


Welche Trends werden maßlos überschätzt?

“Internet of Things”, “Blockchain”, “Cryptocurrency” - kurze Antwort: alle. Viel zu oft werden die neuesten Trends zu sehr ge-hyped oder mißbraucht. Plötzlich stehen Begriffe für alles Mögliche - nur nicht das was sie ursprünglich bedeutet haben. 

Deshalb sage ich immer: findet zunächst mal heraus was Eure Kunden brauchen und vor Allem wo und wann sie es brauchen. Und dann macht genau das. Wenn die Mittel die ihr zum Zweck braucht zufälligerweise die trendigen sind, dann schön. Aber lauft den Trends nicht hinterher. 


3 Tipps für Digitalisierungs-Verantwortliche, die man sofort umsetzen kann.

  • Ich glaube die größte Herausforderung vor der wir bei der Digitalisierung stehen, ist eine dreiteilige Geschichte. Zum einen müssen wir erkennen das Innovation nicht bedeutet, dass wir uns den Kopf zerbrechen und unsere Ressourcen erschöpfen um etwas "völlig Neues und noch nie da gewesenes" zu finden. Innovation entsteht wenn wir verstehen was funktioniert, was verfügbar ist, was wir nutzen um unsere Bedürfnisse zu befriedigen und letztendlich wenn wir den richtigen Wege finden um diese Dinge zu verbessern.
  • Zweitens sage ich den Leuten gerne: “Hört auf mit Disruptionen!" Stattdessen, warum nicht eher kreativ unterwegs sein? Aber denkt daran was ich als Erstes erwähnt habe: Wir müssen nicht immer etwas Neues kreieren. Und - wir müssen auch nicht Dinge stören, falls wir doch Neues kreieren.
  • Was mich zu meinem dritten Punkt bringt: In diesem digitalen Zeitalter müssen wir auch den Mut (mehr als alles Andere) haben, nicht Alles digitalisieren zu wollen.

Was dürfen wir von Deinem Vortrag auf der Digital:Relaunch erwarten?

Absolut keine neuen Weisheiten - sondern einen Appell an die Vernunft und der “Reminder”, dass wir mit Pragmatismus besser unterwegs sind.